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Kalletal und Lemgo Gastgeber für Special-Olympics-Athleten

Zusammen inklusiv: Kommunen beherbergen im nächsten Jahr Sportlerinnen und Sportler

Die Entscheidungen sind gefallen und die Gemeinde Kalletal und die Alte Hansestadt Lemgo sind dabei: Wenige Tage vor den Special Olympics 2023 in Berlin dürfen die beiden Kommunen gemeinsam eine internationale Delegation in Lippe begrüßen. Die Großveranstaltung für Sportlerinnen und Sportler mit geistigen und Mehrfachbehinderungen findet im Juni nächsten Jahres statt. Nach der Zusage geht es nun an die Planung und die Bürgermeister Mario Hecker und Markus Baier sind sich einig: „‚Dabei sein ist alles‘ gilt in diesem Fall auch für uns. Hier geht es um Inklusion, Freundschaft und Weltoffenheit, ganz wesentliche Dinge, auf die es sich zu besinnen lohnt. So steht vor den sportlichen Erfolgen in Berlin auch ein Erfolgserlebnis für uns in Lippe.“

Noch wissen die Kommunen nicht, welche Delegation nach Lippe kommen wird. Nach der Entscheidung über die 216 Teilnehmer des Host-Town-Programms ist die Zuordnung der Gäste für Mai angekündigt. „Wir erwarten eine Delegation von bis zu 45 Personen. Dazu gehören dann neben den Sportlerinnen und Sportlern auch Trainer und Betreuer. Die Unterbringung in Hotels ist dabei kein Problem, denn in vielen Fällen benötigen die Sportlerinnen und Sportler keine behindertengerechten Zimmer. Die Athletinnen und Athleten der Special Olympics haben geistige oder Mehrfachbehinderungen, sind also nicht zwangsläufig körperlich eingeschränkt, anders als die Teilnehmer von Paralympischen Spielen. Das wird gerne mal verwechselt“, macht Marlen Grote von der Lemgoer Stadtverwaltung klar.

In den Gastgeberkommunen gibt es bereits viele Menschen, die sich auf den Besuch aus dem Ausland freuen: „Schon im Vorfeld der Bewerbung haben wir viele Gespräche geführt, zum Beispiel mit der Stiftung Eben-Ezer und der Lebenshilfe, dem Stadtsportverband, TV und TBV Lemgo oder auch mit Lemgo Marketing und der TH OWL. Auf allen Seiten gibt es nicht nur eine große Vorfreude, sondern auch richtig gute Ideen für ein tolles Programm. Ein inklusives Sportfest steht ganz oben auf unserer Liste, ebenso natürlich Trainingseinheiten mit lokalen Sportlern. Wir werden die Zeit bis Juni 2023 nutzen, um mit vielen Playern aus Lemgo und Kalletal einen wunderbaren Auftakt für unsere Gäste und auch alle Bürgerinnen und Bürger zu planen“, verspricht Lemgos Bürgermeister Markus Baier.

Kalletals Bürgermeister Mario Hecker pflichtet ihm bei: „Auch im Kalletal haben wir interessierte und engagierte Partner, neben dem Gemeindesportverband gehört dazu auch die Meyra GmbH als ein Weltmarktführer im Bereich von Rehabilitationsmitteln. Festlegen können wir uns natürlich erst, wenn wir wissen, welche Sportlerinnen und Sportler zu uns kommen. Zu unseren ersten Ideen für Aktionen gehören sowohl eine Betriebsbesichtigung bei Meyra und die dauerhafte Einrichtung einer Rollstuhl-AG an unseren Schulen. Der Sport ist die ideale Bühne für eine Begegnung auf Augenhöhe und um Akzeptanz zu fördern.“

Ursprünglich hatten Kalletal und Lemgo individuelle Bewerbungen als Gastgeber für die Delegationen abgegeben. Doch von Anfang hatten die Kommunen eng miteinander zusammengearbeitet, erklärt Mario Hecker: „Schon beim Verfassen der Bewerbungen haben wir viel miteinander gesprochen. Wir kennen die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit bereits als Smart Cities und aus anderen Bereichen und das war in diesem Fall nicht anders. Als dann die Anfrage aus Berlin kam, ob wir uns vorstellen könnten, gemeinsam eine größere Delegation unterzubringen, haben wir nicht gezögert. Inklusion kennt weder Stadt- noch Landesgrenzen, so ist unsere erneute Zusammenarbeit an der Stelle genau das Richtige.“

Der Plan aller Beteiligten ist, dass aus dem Kurzbesuch in Lippe dauerhafte Freundschaften und Projekte vor Ort entstehen. Vom 12. und 15. Juni 2023 sind die Host Towns Gastgeber für die Athletinnen und Athleten und ihr Team vor Beginn der Wettbewerbe in Berlin. Die Delegationen lernen Land und Leute kennen. Aus der Nähe erfahren sie die regionalen und lokalen Besonderheiten und Einzigartigkeiten. Die Finanzierung von Programm und Unterbringung obliegt den Gastgeber-Städten. In Lemgo wird das Vermögen der 2019 aufgelösten Reha-Sport-Gemeinschaft eingesetzt, was der Verein der Stadt als zweckgebundenes Erbe überlassen hatte.


* Quelle: Stadt Lemgo

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